NEIN ZUR TODESSTRAFE! – OHNE AUSNAHME!

Herzlich willkommen auf der Webseite der Koordinationsgruppe gegen die Todesstrafe von Amnesty International.

Amnesty International wendet sich in allen Fällen vorbehaltlos gegen die Todesstrafe – ohne Ausnahme und unabhängig von der Art oder den Umständen des Verbrechens, der Schuld oder möglichen Unschuld, unabhängig von der Frage, was der Täter oder die Täterin für ein Mensch ist oder welche Hinrichtungsmethode ein Staat anwendet.

Verbrechen müssen geahndet werden, keine Frage. Die Todesstrafe verstößt jedoch ganz grundlegend gegen die Menschenrechte. Sie verletzt das Recht auf Leben und stellt eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe dar. Strafen dürfen aber nie Leben und Würde des Menschen antasten. Es gibt keinen Beweis dafür, dass die Todesstrafe eine stärkere Abschreckungswirkung hat als eine langjährige Haftstrafe. Die Todesstrafe ist niemals die Lösung. Sie ist nicht umkehrbar und wird von Justizsystemen verhängt und angewendet, die nicht gegen Diskriminierung und Irrtümer gefeit sind.

Amnesty versucht deshalb, Menschen vor Exekutionen zu retten und kämpft weltweit für die Abschaffung der Todesstrafe in der Gesetzgebung und in der Praxis.

Iran: Hinrichtungen verhindern!

Die iranischen Behörden müssen die Pläne zur Hinrichtung der 21-jährigen Taraneh Rahimi unverzüglich stoppen sowie ihre Verurteilung und die Todesstrafe aufheben. Im August 2026 verurteilte ein Revolutionsgericht in Isfahan sie zum Tode – nach einem grob unfairen, von Folter geprägten Gerichtsverfahren. Taraneh Rahimi hatte im Januar 2026 an Protesten teilgenommen. Weiterlesen

Libanon: Abschaffung der Todesstrafe ist ein Sieg für die Menschenrechte

Es ist ein historischer Schritt: Als erstes Land im Nahen Osten hat Libanon die Todesstrafe abgeschafft. Am 11. August 2026 verabschiedete das libanesische Parlament ein Gesetz, das der Todesstrafe ein Ende setzt und Todesurteile durch lebenslange Freiheitsstrafen, in schweren Fällen verbunden mit Zwangsarbeit, ersetzt. Diese Entscheidung wurde durch die Verkündung des Gesetzestextes durch Präsident Joseph Aoun am 17. August 2026 offiziell. Weiterlesen

Vereinigte Staaten von Amerika: Todesstrafe in Kalifornien gestoppt

Gavin Newsom begann seine Amtszeit mit einem Paukenschlag: Keine acht Wochen nachdem er Anfang Januar 2019 den Posten des Gouverneurs von Kalifornien übernommen hatte, verkündete er Mitte März ein Moratorium für Hinrichtungen im bevölkerungsreichsten Staat der USA. Damit hebelte er das Ergebnis eines Referendums aus, bei dem sich im November 2016 gut die Hälfte der Wählerinnen und Wähler dafür ausgesprochen hatte, die Vollstreckung von Todesurteilen zu beschleunigen. Die Entscheidung des Gouverneurs des Bundesstaats mit den meisten Todeskandidatinnen und Todeskandidaten – dort sind mit Stand 1. Oktober 2025 580 zum Tode verurteilte Personen inhaftiert – setzte ein deutliches Zeichen. Weiterlesen

Iran: Zahl der Hinrichtungen von Protestierenden steigt drastisch

In Iran setzen die Behörden die Todesstrafe zunehmend als Mittel gegen die Protestbewegung ein. Seit dem landesweiten Aufstand Anfang Januar 2026 wurden Dutzende Demonstrierende hingerichtet. Mehr als 60 Menschen droht derzeit unmittelbar die Exekution, darunter Personen, die zur Tatzeit noch minderjährig waren. Amnesty International fordert einen sofortigen Stopp aller geplanten Hinrichtungen und ein Moratorium mit dem Ziel, die Todesstrafe vollständig abzuschaffen.

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