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Iran: Tod durch den Strang für Jugendliche

13.02.2017


Dem zur Tatzeit 17-jährigen Hamid Ahmadi droht in Iran die Hinrichtung. Er wurde wegen eines ihm zur Last gelegten Mordes an einem anderen Jugendlichen während eines Streits im August 2009 zum Tode verurteilt. Die Verurteilung beruhte auf einem „Geständnis“, das er unter Folter während seiner polizeilichen Vernehmung gemacht hatte. Das Büro des Staatsanwalts in der Provinz Gilan teilte seiner Familie am 8. Februar mit, dass das Gesuch von Hamid Ahmadi für ein neues Verfahren durch den Obersten Gerichtshof abgelehnt worden ist. Eine Begründung liegt seinem Anwalt noch nicht vor.

Hamid Ahmadi befindet sich in Einzelhaft im Lakan-Gefängnis in Rascht, Nordiran. Dem inzwischen 26-Jährigen wurde am 10. Februar zunächst ein zehntägiger Vollstreckungsaufschub gewährt. Am 13. Februar erfuhr Amnesty International, dass die Hinrichtung auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wurde. Möglicherweise soll den Angehörigen von Hamid Ahmadi mehr Zeit eingeräumt werden, um bei der Familie des mutmaßlichen Opfers um eine Begnadigung nachsuchen zu können.

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Iran: Keine Todesstrafe für Jugendliche!

Vor mehr als 20 Jahren hat Iran die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert, die die Todesstrafe für minderjährige Straftäterinnen und Straftäter verbietet. Doch in der Praxis verletzt das Land seine internationalen Verpflichtungen: In den Jahren von 2005 bis Anfang 2017 wurden in Iran mindestens 77 jugendliche Straftäterinnen und Straftäter hingerichtet, zwei davon im Jahr 2017. Nach UN-Angaben befanden sich 2014 mindestens 160 Personen im Todestrakt, die zum Tatzeitpunkt unter 18 Jahre alt waren.

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Amnesty International, Koordinationsgruppe gegen die Todesstrafe, 13. Februar 2017





  

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